Spätaussiedler und Gastarbeiter als Wähler/innen

von admin
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Ein persisches Sprichwort besagt:

Der Gast kann den Gast nicht leiden und der Gastgeber Beiden nicht!

Gerade für die Aus- und Spätaussiedler, die selbst irgendwann als Gäste (Spätdeutsche) hier aufgenommen wurden sind und mit der Ankunft die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt haben, blieben Türken und andere Ausländer noch nach 5 Jahrzehnte hier „Ausländer“, obwohl sie längst vor ihnen nach Deutschland gekommen waren.  Die Türken und andere Ausländer blieben auch rechtlich sehr lange „Ausländer“ bis die SPD für Ihre Einbürgerung die sichtigsten rechtlichen Weichen gestellt hat. Dadurch wurde aus vielen von Ihnen wurde „Deutsche“ im Sinne des Gesetztes!

Und doch beide Gruppen blieben ihrer „Herkunft“ verbunden.

Während zwischen beiden Gruppen gemeinsame Erfahrungswerte existiert, sieht eine Gruppe der Gäste, in diesem Fall die Spätaussiedler (Neudeutsche) die ankommenden Ausländer als „Belastung“ und wählt dafür die AfD. Und Großteil der anderen „Neudeutschen“ wählten bislang die SPD.

Unter Angela Merkel (SPD-Kanzlerin in der CDU) öffnete sich auch die CDU den Migranten gegenüber und es kam sogar eine Türkin auf der Landesebene als Ministerin nach Oben.

Nun in Zeiten der Migration, Flucht und Demografie bedingte Einwanderung kann die SPD nur die Chance nutzen und durch eine offene programmatische Erneuerung die Migranten in die Partei und für die Partei aufzunehmen.

In Marburg hat die SPD Jahrzehnte lang in einem Wohngebiet mit überwiegend Russlanddeutsche Integrationsmaßnahmen, Willkommenskultur und v.m. eingeführt. Viel Geld ist dort geflossen. Und nun Großteil der AfD-Wähler/innen sind gerade diese Zielgruppe.

Es gibt Gründe dafür, die analysiert werden müssen.

Nur mit einem deutschen Pass wird kaum jemand Deutsch, wenn sie nie als „vollwertiges“ Mitglied der Gesellschaft aufgenommen werden.

Am Rande vieler Kleinstädten entstanden „Russlanddeutsche Siedlungen“. Harz IV, Sozialhilfe, Putzstellen, Hausmeisterstellen, Produktionshelfer, 1-Euro-Jober, u.ä. waren aber Teile der Realitäten, obwohl Großteil von ihnen in ihrem Herkunftsland ausgebildete Ingenieure, Techniker, Musiker u.v.m. waren.

Frust und Frustration war das Ergebnis.

Heute schreit der Markt nach Fachkräfte. Migranten haben die Möglichkeit einer Anerkennung von Zeugnissen. Ärzte und Ingenieure sind Größtenteils „Neumigranten“.

Das Ergebnis der Frustration ist das Votum für die AfD!

Wie Kinder, die ihren Eltern zeigen wollen, was sie alles falsch gemacht haben, wenn sie selbst Erwachsen werden, zeigen sie nun ihre Frust und möchten hier keine weitere „Ausländer“ aufnehmen.

Sozialpsychologie muss nun her, um diese Frust zu behandeln. Die Politik muss offen über eigene Fehler sprechen, damit diese AfD-Wähler/innen ihren Frust loswerden können.

Türken gehörten zu den fast letzten Arbeitergruppen aus dem Ausland. Beide, sowohl die Russlanddeutsche als auch die türkischen Gastarbeiter haben eine „orientalische Mentalität“. Familie ist ihnen wichtig, Zusammenhalt steht bei ihnen ganz oben. Nachbarschaftshilfe bedeutet ihnen viel. Sie halten beide jeweils unter sich arg zusammen. Nur die eine Gruppe war sofort auf dem Papier „Deutsch“ und die andere blieb „Nichtdeutsch“. Die Türken, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten, haben dafür über 50 Jahren arbeiten müssen. Prüfungen wie „Leben in Deutschland“ und DTZ-Test müssten sie ablegen. Ihnen wurde nichts geschenkt.

Nun haben wir unter diesen beiden Gruppen eine Gruppe der AfD-Wähler/innen und eine Gruppe der SPD-, (sehr wenig, und doch auch einige) CDU-, und FDP-Wähler/innen.

Die Aufgabe der Sozialdemokratie besteht nun u.a. darin, beide Gruppen mitzunehmen. Denn beide sind sehr sozial eingestellt. Beide stellen eine Chance für die Haltung der Frieden und soziale Stabilität in Deutschland dar.

Ihre Werte sind die der Sozialdemokratie viel näher als zu allen anderen Parteien.

Mut muss nun die SPD haben!

 

 

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